Prüfungsphase

Jeder kennt es, egal ob aus der Schule, der Ausbildung oder dem Studium. Die Prüfungsphase. Die Zeit in der alle Klausuren auf einen Haufen geschobene werden. An meiner Uni nennt man sowas „Belastungstest“ Wer zu erst einnickt fliegt raus. Macht das Spaße? Wahrscheinlich nur denen, die sich das ausgedacht haben.

In jedem Semester sind es 2 Wochen, an denen alle Studenten an den Schreibtisch gefesselt sind. Das Sozialleben auf Eis liegt. Die Sonne nur durch das Fenster gesehen wird. Jedesmal auf neue die Frage „Wieso tu ich mir das an?“

Weil es mir Spaß macht. Also nicht die Prüfungsphase an sich, sondern das Lernen. Es ist ein Privileg Studieren zu können, oder auch schon zur Schule zu gehen. Und auch wenn ich alle Kommilitonen bewundern, die nicht arbeiten müssen, da sie alles von ihren Eltern bekommen, während ich Uni, Sozialleben und Job unter einen Hut bekommen muss.

Es sind nicht nur die Partys und das Studenten leben, was mir Spaß macht. Sondern auch das Lernen. Na klar gibt es Sachen die ich mir lieber sparen würde. Aber im großen und ganzen, merke ich wie sich meine Interessen und Schwerpunkte im Leben immer weiter herauskristallisieren. Ich mag das Gefühl „Intelligenter“ zu werden. Und in Diskussionen Handfeste Beiträge bringen zu können.

Gleichzeitig bin ich trotzdem unglaublich für all die Leute die ich bis jetzt schon kennengelernt habe. Da ich in einer Kleinstadt studiere und fast alle her gezogen sind. Ist es wie eine zweite Familie. Unsere Eltern sind Kilometer weit weg und bei einigen nichtmal im gleichen Land. Für all das nehme ich die lächerlichen zwei Wochen pro Semester gerne in kauf.

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Selbst Liebe

Du stehst jeden Tag auf. Jeden Tag gehst du deinen Alltag nach. Jeden Tag bist du in deinem Körper.

Jeder Spricht davon. Selbstliebe. Ist es nur eine Modeerscheinung? Ein Trend wie „Mom Jeans“? Auf einmal redet jeder davon, sich selbst zu akzeptieren, wie sehr wichtig es ist sich Selber wertzuschätzen. Und immer wird davon geredet, dass kein anderer einen Liebe kann, wenn man sich nicht selbst liebt.

Aber kennt nicht jeder diese Tage, an denen alles grau ist? An denen du dich am liebsten mit Schokolade ins Bett verkriechen möchtest und an denen du dich schon gar nicht schön fühlst. Heißt es dann, dass mich an diesen Tagen niemand anderes liebe kann, nur weil ich es selbst nicht gerade tue. Vielleicht lassen wir uns machmal auch dadurch viel zu sehr unter druck setzen. Weil wir überall sehen und hören, wie alle mit sich selbst im reinen ist. Aber ist es nicht genauso wichtig, auch die Tage zu akzeptieren, an denen wir uns lieber verstecken möchten. Oder offen mit unseren Makeln um zu gehen. Es ist doch genauso wichtig, zu sagen „Ja ich habe breite Hüften, und ja ich mag sie nicht. Aber trotzdem machen sie mich nicht zu einem schlechten menschen.“

Wir muss nicht alles an sich Liebe, aber wir sollten niemals vergessen, was für eine tolle Person wir trotzdem sind.

Veränderung

Freunde aus der Schule. Wir versprechen uns, dass wir uns niemals aus den Augen verlieren werden. Die Abschlussfeier. Die ersten Wochen vergehen. Wir sind unbeschwert, genießen unsere Freiheit. Die Freundschaft hat sich nicht verändert. Wir halten regelmäßig Kontakt. Es fühlt sich an als würde sich das zwischen uns niemals ändern.

Jahre vergehen. Unsere Wege haben uns in unterschiedliche Richtungen getrieben. In unseren Köpfen herrscht immer noch das alte Bild unsere Freundschaft. Von den Menschen die wir einmal waren. Wir haben uns nicht verändert.

Unsere treffen werden weniger, unregelmäßiger. Die ersten bleiben weg, haben keine Zeit oder sind in der Welt verstreut.

Es kommt der Zufall, in dem wir und alle wieder in unserer Heimatstadt einfinden. Die Freude ist große auf das Wiedersehen. Unsere geliebten Freunden, Menschen mit denen wir alles geteilt haben.

Und dann die Ernüchterung. Wir sind anders. Wir haben uns nicht mehr so viel zu sagen wie vor einiger Zeit. Wir liegen nicht mehr vor Lachen auf dem Boden. Die anderen Strahlen ein gewisses Desinteresse für unser neues Leben aus. Wir waren uns doch so sicher, dass sich nichts ändern wird. Dass wir uns nicht  ändern werden.

Wir haben uns auseinander gelebt. Wir müssen uns eingestehen, dass das Gefühl nicht mehr das gleiche ist. Wir haben uns verändert. Durch unsere Geschichten, die wir separat voneinander erlebt haben.

Wenn ich groß bin

Wenn ich groß bin, werde ich Prinzessin, Arzt, Maler oder Künstler. Wenn ich groß bin werde ich alles erreicht haben was ich mir wünsche,  nichts und niemand kann mich aufhalten.  Meine Herkunft? Spielt keine Rolle. Mein Finanzieller Hintergrund? Spielt keine Rolle. Niemand kann mich in eine Schublade stecken. Nur ich selber setze mir Grenzen. Ein Unterschied zwischen realistischen und unrealistischen Träumen mach ich nicht.

Wann haben wir damit aufgehört? Wieso heißt für und erwachsen werden, dass wir uns selber einschränken? Die Gesellschaft setzt uns Regeln und als wäre das nicht schon genug, tun wir es auch. Wir halten unsere träume, die wir als Kinder hatten, nicht mehr für realistisch. Und anstatt alles dafür zu tun, dass sie Wahr werden, geben wir auf. Sind müde. Müde vom Leben, dem Alltag. Wir hören auf zu kämpfen, für das was uns mal wichtig war. Und die Kinder. Die genau die selben Träume haben wie wir einmal, werden einfach nur von uns belächelt. Sie werden nicht ernst genommen. Wir reden darüber, dass auch sie einmal erwachsen werden. Dass ihre Visionen von ihrem Leben nur kindliche Spinnereien sind, die jeder einmal hatte.

Wahre Liebe

Gibt es die wahre Liebe? Eine liebe die so echt ist, dass dir nur der Gedanken an sie eine Gänsehaut über deine Haut laufen lässt? Sind wir nicht alle auf der Suche, nach dieser eine Liebe. Eine Liebe die dich auffängt, wenn dich alles andere Fallen lässt. Eine Liebe die keinen Platz für Zweifel lässt. Ein Liebe die dich aufbaut, dich ergänzt und dich trotzdem frei sein lässt. Die Stärke und Mut bringt, dich wachsen lässt. Kann es diese Art von Liebe geben? Und wenn ja wie findet man sie? Und was passiert, wenn man sie verloren hat? Schränken wir uns selber ein in denen wir uns solche Fragen stellen? In denen wir uns in ein Muster zwingen? Wer sagt das unsere wahre Liebe nicht 20, 30 oder sogar mehr Jahres Altersunterschied hat? Oder welche Sexualität sie haben muss?

Es macht mich traurig, wenn ich daran denke wie viele Menschen ihre wahre Liebe haben gehen lassen, oder nicht wahrgenommen haben, weil sie nicht in ein bestimmtes Raster gepasst hat. Wahre Liebe sollte nicht eine Äußerlichkeit sein, sondern das Gefühl, welches eine Person in dir auslöst. Etwas so starkes, dass es keine Grenzen kennt. Manchmal muss es Wachsen und manchmal scheint es sofort da zu sein.

Wir sollten einfach die Augen offen halten und unsere Herzen. Nicht verzweifelt nach ihr suchen. Sie wird von alleine kommen. Aber wenn es so weit ist, sollten wir bereit sein, bereit dazu sie in unser Leben treten zu lassen, all unsere Zweifel ablegen und das Gefühl genießen. Wenn es so weit ist, sollten wir dankbar sein, es erleben zu dürfen und nicht über andere Urteilen, die es vielleicht gerade erleben.

 

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